Steuerlexikon

Lebensversicherungen

Normen

§ 12 Abs. 4 BewG

Information

Erfolgt die Auszahlung einer Versicherungssumme aus einer Lebensversicherung nicht an den Versicherungsnehmer selbst, sondern an einen bezugsberechtigten Dritten, so ist das ein steuerpflichtiger Vorgang. Dieser Erwerb fällt entweder unter § 3 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG (Erwerb von Todes wegen) oder - wenn die Auszahlung an den Bezugsberechtigten zu Lebzeiten des Versicherungsnehmers stattfindet - unter § 7 Abs. 1 Nr.1 ErbStG (freigebige Zuwendung unter Lebenden, R E 3.6 Abs. 1 ErbStR 2011).

Hat der Bezugsberechtigte die Prämiem ganz oder zum Teil selbst gezahlt, dann ist die Versicherungsleistung nach dem Verhältnis der vom Versicherungsnehmer gezahlten Versicherungsbeiträge zu den insgesamt gezahlten Versicherungsbeiträgen aufzuteilen (R E 3.7 Abs. 2 ErbStR 2011).

Die Einsetzung als Bezugsberechtigter einer erst in der Zukunft fällig werden Lebensversicherung alleine stellt keinen steuerpflichtigen Erwerb dar.

Wird ein Anspruch aus einer noch nicht fälligen Lebensversicherung übertragen, so wird dieser nach § 12 Abs. 4 BewG mit dem Rückkaufswert bewertet. Rückkaufswert ist der Betrag, den das Versicherungsunternehmen dem Versicherungsnehmer im Falle der vorzeitigen Aufhebung des Vertragsverhältnisses zu erstatten hat.

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